Wohn- und Einkaufsquartier Rée Carré - Bauarbeiten in vollem Gang 15.05.2020

Wer dieser Tage einen Blick auf das entstehende Stadtquartier Rée Carré zwischen Bahnhof und Gustav-Rée-Anlage wirft, sieht, dass hier mit Hochdruck gearbeitet wird. Baukräne, Betonmischer, Baustellenfahrzeuge, eingerüstete Gebäude und jede Menge Baumaterial: Rund 130 Bauarbeiter sorgen tagtäglich außer am Sonntag dafür, dass die Einweihung – wie geplant – im Oktober dieses Jahres gefeiert werden kann. 

Aktuell werden Dächer mit Ziegeln eingedeckt, in verschiedenen Bauteilen wird am Innenausbau gearbeitet, Estrich verlegt und verputzt. Daneben wächst der neue Corpus der Stadthalle, der an den erhalten gebliebenen Portikus angedockt wird. „Wir sind zuversichtlich, dass der Rohbau der fünf Gebäudekomplexe auf dem rund 12?500 Quadratmeter großen Areal noch in diesem Monat fertiggestellt wird und damit der Einweihungstermin im Oktober gehalten werden kann“, erklärt Jürgen Hege, Prokurist des Projektentwicklers OFB. 

Nach dem Start der Abrissarbeiten der alten Gebäude im August 2017 folgte am 22. Juli vergangenen Jahres nach den Erdarbeiten und der Sicherung der Baugrube die feierliche Grundsteinlegung mit Oberbürgermeister Marco Steffens. 

Ob es zu Corona-bedingten zeitlichen Verzögerungen kommen wird, ist noch offen. Derzeit kommt es immer mal wieder zu Lieferschwierigkeiten von Bauteilen, beispielsweise von Baustoffen aus Italien. „Wie alle Projektentwickler in Deutschland und Europa können wir diese Schwierigkeiten und auch künftige Entwicklungen, die möglicherweise auch die Baubranche betreffen, nicht absehen. Sollte es zu gesetzlichen Veränderungen kommen, müssen wir das natürlich in unsere Zeitplanung einberechnen“, verweist Hege auf die höhere Gewalt der Pandemie. Zwischen Stadt und OFB gibt es regelmäßige Abstimmungstermine.

Die Verlegung der Fernwärmeleitungen sowie der Belagsarbeiten sind in vollem Gange. Der Bodenbelag, ein Betonwerkstein, entspricht dem der Gustav-Rée-Anlage, wobei sich Stadtverwaltung und OFB auf zwei Steinfarben geeinigt haben. Die Sanierung der Sparkassen-Tiefgarage hat sich als aufwendig erwiesen. Mit Hochdruck-Injektionsbohrungen wurde der Untergrund verstärkt und das Bauwerk statisch nachgerüstet. Die Zufahrt erfolgt östlich des Quartiers über die Unionrampe, so wie es im Wettbewerbsergebnis vorgesehen war und auch im Bebauungsplan festgelegt ist. Die Tiefgarage umfasst 440 Stellplätze.

Das rund 12?500 Quadratmeter große Areal, auf dem das Rée Carré entsteht, teilt sich auf fünf Gebäudekomplexe auf. Darunter befindet sich die markante Stadthalle mit dem stadtbildprägenden Portikus, an der ein urbaner, attraktiver Platz entsteht. Die interessante Fassadengestaltung von vier verschiedenen Putzoberflächen sowie Klinker und Klinkerriemchen als Strukturelement der einzelnen Bauteile waren das Ergebnis zahlreicher Workshops und mehrerer Sitzungen des Gestaltungsbeirats. Darüber hinaus wird die Eigenständigkeit der Gebäudekörper über eine eigene Farbgestaltung unterstrichen. Zwischen den Bauteilen verlaufen kleine Gassen, die dem Viertel seinen besonderen Charme geben. „Das neue Rée Carré mit seiner offenen städtebaulichen Struktur und der Gliederung in einzelne hochwertige Gebäude wird unsere Innenstadt hervorragend ergänzen“, ist Baubürgermeister Oliver Martini überzeugt. 

Als Mieter stehen bereits der Bio-Supermarkt Alnatura, die Sportzubehör- und Textilkette Decathlon, die Drogerie dm, die Bäckerei Dreher, das Juweliergeschäft Spinner, die Modegeschäfte Vero Moda und Jack&Jones, der Kioskbetreiber Valora sowie das Asia-Restaurant Taumi und das Fitnessloft fest. Damit ergänzt das Angebot das Warensortiment der Innenstadt. Insgesamt sind 80 Prozent der Landenfläche vermietet. Weiter entstehen 21 Wohnungen in den oberen Etagen von zwei der fünf Gebäude auf einer Mietfläche von 2000 Quadratmetern. Die im zweiten und dritten Obergeschoss gelegenen Wohnräume zeichnen sich durch modernsten Standard in Einrichtung und Energiebilanz aus. Läuft alles nach Plan, können die ersten Mieter im Frühjahr 2021 einziehen. Praxis- und Büroräume werden im zweiten Obergeschoss über vier bis sechs Mieteinheiten untergebracht, je nachdem, wie diese aufgeteilt werden.

Die Freiflächengestaltung wurde im Gestaltungsbeirat mehrfach beraten. Bänke und Beleuchtung  um den Quartiersplatz – vom Design her wie in der Lange Straße – laden zum Verweilen ein. Wie in der Gustav-Rée-Anlage wird das Areal mit Gleditschien bepflanzt. Mit dem von der OFB und der Stadt Offenburg entwickelten Konzept wurde ein offener Quartierscharakter geschaffen, der das neue Areal mit der Innenstadt direkt verbindet und beide als Einheit ausweist.


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