Ohne Blockaden durch die Innenstadt 10.02.2015

Was müssen die Verantwortlichen bei der aktuellen Innenstadt­entwicklung beachten, damit auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen alle Bereiche und Angebote erleben können? Der Runde Tisch „Behindertenfreundliches Offenburg“ hat sich dazu in seiner jüngsten Sitzung Gedanken gemacht.

Bei der Umsetzung der Projekte aus dem Innenstadtprogramm sollen auch die Belange der Menschen mit Behinderung Berücksichtigung finden. In der Koordinierungsgruppe schaut Dietmar Henle vom städtischen Fachbereich Bürgerservice und Soziales darauf, dass das Thema Barrierefreiheit nicht zu kurz kommt (siehe Projekt <link http: innenstadt-offenburg.de projekte barrierefreie-innenstadt _top external-link-new-window external link in new>"Barrierefreie Innenstadt"). 

Zwölf verschiedene Kategorien stellte Fachbereichsleiter Michael Hattenbach in der Sitzung des Runden Tisches vor, in denen in der Gestaltung auf die Bedürfnisse von gehandicapten Menschen geachtet werden muss. So wünscht sich die Gruppe beispielsweise beim Thema „Oberflächengestaltung“, dass „wichtige Wegeverbindungen zu Furten mit leicht begeh- und befahrbarem Material ausgebaut werden“. Ein Problem nicht nur für Menschen mit Gehhilfe, sondern auch für Kinderwagen: Werbeträger, Kundenstopper und Bestuhlung. Frank Appelmann, Teamleiter Sicherheit und Ordnung, stellte dazu die Frage in den Raum, ob man hier tatsächlich ein komplettes Verbot wolle.
Für das geplante neue <link http: www.innenstadt-offenburg.de projekte besucherfreundliche-innenstadt _top external-link-new-window external link in new>Leitsystem empfiehlt das Gremium, dass es „eindeutig und gut sichtbar ist, mit klaren Wegemarkierungen, eindeutigen Symbolformen, dazu Entfernungsangaben zu den wichtigsten Zielen“.
Ein weiterer Vorschlag war die Installation einer zusätzlichen behindertengerechten Toilette in der Nähe des Bahnhofs, neben der vor vier Jahren installierten Anlage in der Spitalstraße.
Geht es um Straßenquerungen und Ampeln, ist dem Runden Tisch besonders wichtig, dass „Konflikt­situationen zwischen Radlern und Fußgängern vermieden werden“. Auch sollten die Grünphasen lang genug sein, damit auch Fußgänger mit Einschränkungen die Straßen gut überqueren können. Für große Kreuzungen kam der Wunsch nach „akustischen und taktilen Signalen“ auf.
Um die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt für alle Zielgruppen zu verbessern, wurde der Vorschlag formuliert, ausreichend Sitzgelegenheiten anzubieten – und zwar nicht nur in der Reihe, sondern auch als Sitzgruppe. Auch rund um Spielecken und Spielplätze sollten genügend Sitzmöglichkeiten vorhanden sein.

Ein Vorschlagspapier mit den zentralen Anregungen des Runden Tisches hat Henle nun an die Koordinierungsgruppe Innenstadt weitergegeben. Das Gremium wird die Umsetzung der Entwicklung der Innenstadt auch zukünftig begleiten.


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